18 Juni 2025
Ein Klavier, verloren auf einer Hängebrücke. Eine Melodie, die sich im stillen Alpmorgen erhebt. Töne, die sich entlang der historischen Suonen schlängeln, bevor sie zwischen Lärchen und Felsen verschwinden. In dieser atemberaubenden Kulisse lädt Loris Mittaz – ein junger Pianist mit spürbarer Tiefe – zu einer musikalischen Reise ein, die Herz und Sinne berührt.
Im Kurzfilm von Anthony Vuignier wird Loris’ Musik zum roten Faden einer intimen und gleichzeitig eindrucksvollen Erkundung der Landschaften rund um Crans-Montana. Dort, wo Loris – bedingt durch eine fortschreitende Erkrankung – nicht mehr sehen kann, übernimmt Anthonys Kamera die Führung. Sie macht das Unsichtbare sichtbar und beleuchtet jene Inspiration, die Loris beim Spiel leitet.
„Früher haben meine Augen diese Orte entdeckt. Heute ist es mein Klavier, das mir hilft, sie auf neue Weise zu erleben. Ich bin Loris Mittaz, sehbehindert, und lade Sie ein, meine Heimat durch meine Musik kennenzulernen.“
Gedreht an aussergewöhnlichen, teilweise schwer zugänglichen Orten, ist dieser Kurzfilm das Ergebnis eines besonderen Zusammenspiels von Kunst, Menschlichkeit und Organisation. Jede Einstellung, jeder Ton, jedes Innehalten erzählt eine Geschichte: von einem veränderten Blick auf die Welt, in der Musik zur Brücke wird zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.



Am Dienstag, 17. Juni 2025, erlebten rund 200 Gäste die Vorpremiere des Films im Kino Cinécran in Crans-Montana. Im Anschluss teilten Loris Mittaz und Anthony Vuignier in einem offenen Gespräch Einblicke in die Dreharbeiten und deren Herausforderungen. Den Abschluss bildete ein berührendes Klavierkonzert von Loris – ehrlich, nah und voller Emotionen. Es war die logische Fortsetzung dessen, was der Film begonnen hatte.



Der Kurzfilm ist nun online auf YouTube verfügbar. Erleben – oder erleben Sie erneut – diese musikalisch-visuelle Reise. Ob Sie Crans-Montana kennen oder nicht: Lassen Sie sich überraschen. Dieser Film ist mehr als nur ein Clip. Es ist eine Begegnung zwischen einem Musiker und seiner Heimat, zwischen Hören und Sehen, zwischen dem, was sichtbar ist... und dem, was man fühlt.