26 Januar 2021
Stammen Sie aus der Region oder haben Sie sich erst später für diese Gegend entschieden?
Meine Grossmutter stammt von hier und die Arbeit auf dem Landwirtschaftsbetrieb ist eine Familientradition. Wir sind jetzt die dritte Generation, die das Land in Icogne bewirtschaftet und es war für mich naheliegend, diesen Weg weiter zu beschreiten.
Welches sind Ihre Hauptinteressen? Haben Sie etwas mit Ihrem Beruf zu tun?
Ja, meine Hauptinteressen hatten schon immer mit der Natur zu tun, sei es beim Skifahren oder beim Wandern.
Was hat Sie dazu gebracht bei L’Essencier zu arbeiten? Was machen Sie dort und was begeistert Sie in dieser Branche?
Ich schätze den Kontakt mit der Natur, die Möglichkeit, die Landschaft mit einem unglaublichen Produkt, nämlich den wohltuenden Heilpflanzen, zu gestalten. Wir bauen sie nicht nur an, sondern verwandeln sie auch: Ob Bonbons für Ricola, Kosmetik für Weleda oder ätherisches Öl. Es ist unglaublich, eine Pflanze zu züchten, die viele heilende Wirkungen hat und die wir in vielen Formen mit der Welt teilen.
Was ist das Besondere an L’Essencier? Was unterscheidet Ihrer Meinung nach Ihr Familienbetrieb von den anderen?
Wie gesagt, es ist eine Familientradition und wir produzieren nun schon seit 25 Jahren Heilpflanzen. Wir produzieren Pflanzen: Wir verkaufen sie als Trockenpflanzen (für Ricola und les herbes aromatiques du Grand St-Bernard), wir arbeiten mit ätherischem Öl, das wir an bestimmte Kosmetikfirmen verkaufen und wir verkaufen sie auch direkt bei uns. Wir haben auch ein neues Projekt: Wir arbeiten mit Walliser Bäckern zusammen und machen Fruchtfolgen mit alten Getreidesorten. Wir bauen zum Beispiel Roggen oder Weizen von Lens an. Dieses neue Projekt ermöglicht es, den Boden zu nutzen, um dieses Erbe der alten Getreidearten wieder aufleben zu lassen.
Welche Geschichte steckt hinter Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten?
Meine Grosseltern haben die Heilpflanzen schon immer genutzt, um sich selbst zu heilen. Es ist also eine Geschichte, die in meinen Genen liegt. Mein Vater hat die ersten Pflanzen für Valplantes angebaut. Als ich dann kam, haben wir auf BIO umgestellt und diesen Bereich weiterentwickelt.
Was wollen Sie Ihren Kunden mit Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten bieten?
Wir sind bestrebt, Qualitätsprodukte anzubieten und gleichzeitig die Rückverfolgbarkeit der gesamten Kette zu gewährleisten: Vom Saatgut über den Setzling bis hin zum fertigen Produkt. Als Spezialitätenproduzenten versuchen wir, den ganzen Umfang unserer Arbeit zu zeigen, die ganze Kette, vom Anbau bis zum fertigen Produkt. Wenn die Leute zum Beispiel die Destillerie besuchen, können sie sehen, wo die Pflanze wächst. In dieser Welt der Aromatherapie sind die Produkte sehr angesagt und so versuchen viele Menschen, Gewinn zu erzielen, indem sie das Öl strecken und somit Öl von geringerer Qualität produzieren.
Wie haben Sie diese besondere Zeit der Covid-Krise erlebt? Waren Sie davon betroffen? Wie mussten Sie sich anpassen?
Aufgrund des Lockdowns musste das Personal zu Hause bleiben. Also habe ich mit meiner Frau gearbeitet und sogar die Kinder haben mitgeholfen. Wir arbeiteten jeden Tag daran, der Nachfrage gerecht zu werden, um die Apotheken zu beliefern, die aufgrund der grossen Nachfrage nach ätherischen Ölen (Öle für das Immunsystem) nicht mehr vorrätig waren. Wir konnten weiterarbeiten, weil wir als Drogerie gelten. Auch die Nachfrage in unserem Online-Shop hat sich verdoppelt oder sogar verdreifacht. Wir hatten mehr Arbeit aber weniger Personal. Wir mussten uns anders organisieren. Wir waren sogar vom Covid in den USA betroffen, weil Ricola dort viele Zitronenmelisse-Bonbons verkauft hat und wir dadurch einen grösseren Bedarf hatten, die benötigten Pflanzen zu liefern.
Welcher ist Ihr Lieblingsort in Crans-Montana, Ihr Geheimtipp? Haben Sie eine gute Adresse, die Sie mit uns teilen wollen?
Ich liebe den Châtelard-Hügel, der von Christ-Roi überragt wird, weil es eine Umgebung ist, die den Gebieten der Haute Provence ähnelt, es ist eine sehr trockene Gegend.
Haben Sie eine Anekdote, die mit Crans-Montana zu tun hat, etwas Bedeutendes über Ihre Beziehung zu dieser Region?
Als ich jung war, habe ich eine Lehre als Tischler gemacht. In diesem Zusammenhang habe ich das Carnotzet von Roger Moore gemacht. Ich war stolz, sagen zu können, dass ich daran beteiligt war!
Was hätten Sie gerne, das sich in Crans-Montana weiterentwickelt?
Läden von Produzenten der Region, die Produkte direkt verkaufen, um lokale Produkte stärker in den Vordergrund zu stellen. Denn wir haben in der Region von Crans-Montana viele Landwirte, die viele Dinge tun, mit sehr spezifischen Produkten und das alles in unmittelbarer Nähe eines Tourismusgebietes, das viele Menschen betrifft. Dies würde es ermöglichen, lokale Produkte den Touristen zu präsentieren und zu verkaufen.
Für weitere Informationen über L'Essencier, um einen Besuch zu organisieren oder Produkte zu kaufen (ätherische Öle, Seifen, Kräutertees und viele andere) besuchen Sie unsere Homepage www.essencier.ch
Und hier finden Sie die die Liste aller Brennereien der Region von Crans-Montana.
Projekt durchgeführt mit der Unterstützung der Junior Chamber International Crans-Montana
Fotos ©Maxime Fayet