Zwischen dem Gletscher der Plaine Morte und den Weinbergen des Wallis erstreckt sich Crans-Montana über ein einzigartiges, vertikales Gebiet, dessen Herzstück ein sonniges Plateau ist. Als wahrer Knotenpunkt verbindet dieses Plateau auf natürliche Weise die höher gelegenen Gletschergegenden mit den sanfteren, flacheren Regionen der Rhoneebene und gliedert das Velofahren in aufeinanderfolgende Ebenen: Weinberge, Wälder, Hochplateau, Alpen, Hochgebirge. Hier wird das Velofahren weit mehr als nur eine sportliche Aktivität; es bietet eine lebendige Interpretation der Landschaft in einer einzigartigen Kontinuität zwischen oben und unten.
Mit einem spektakulären Panorama auf das Rhonetal offenbart das Gebiet mit jedem Tritt in die Pedale eine grossartige Durchquerung der Walliser Alpen, bei welcher der Höhenunterschied nicht nur eine Herausforderung ist, sondern eine Möglichkeit, die Berge vollumfänglich zu erkunden.


In dieser kompakten und kontrastreichen Landschaft finden alle Arten von Velos ihren Platz. Mountainbike, Gravelbike, Rennvelo oder E-Bike stehen nicht im Widerspruch zueinander: Sie ergänzen und überschneiden sich.
Ein und dasselbe Gebiet ermöglicht es so, von einer Panorama-Strecke in den Höhenlagen zu einer technischen Abfahrt im Wald oder zu einer gemächlichen Fahrt zwischen Dörfern und Weinbergen zu wechseln. Diese Koexistenz der Disziplinen schafft eine in den Alpen seltene Dynamik: die eines durchgehenden Velogebiets ohne Trennung zwischen den Disziplinen.



Die Verbindung von Crans-Montana und dem Radsport blickt auf eine lange Geschichte zurück, die von bedeutenden Ereignissen geprägt ist. 1984 war der Ort Etappenstart und -ziel der Tour de France und schrieb damit ein Kapitel in der grossen Geschichte des Strassenradsports. Einige Jahre später, 1988, festigte Crans-Montana seine Position mit der Durchführung der allerersten Mountainbike-Weltmeisterschaften und ebnete damit den Weg für die Entwicklung dieser Disziplin. Seitdem hat sich die Region als regelmässiger Austragungsort für den internationalen Radsport etabliert und beherbergt sowohl Mountainbike-Weltcups als auch grosse Etappenrennen im Strassenradsport sowie eine Etappenankunft des Giro d’Italia, was die Verankerung im Kalender der grossen alpinen Wettkämpfe besiegelte.
Diese Dynamik hat sich kürzlich mit der Durchführung der Cross-Country-Rennen bei den Weltmeisterschaften 2025 weiter verstärkt, wodurch sich Crans-Montana als Referenzort für den weltweiten Mountainbike-Sport etabliert hat.
Die Destination ist nicht nur eine blosse Kulisse für Wettkämpfe, sondern hat nach und nach eine echte Velokultur aufgebaut, die heute die Entwicklung ihres gesamten Angebots und ihrer Aktivitäten prägt.
Crans-Montana bleibt als Destination aber nicht stehen: der Ort entwickelt sich nach und nach zu einem integrierten Velogebiet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Routen, die Verbesserung der Beschilderung und die Strukturierung des Angebots tragen alle zu einem gemeinsamen Ziel bei: das Velofahren auf dem gesamten Hochplateau immer flüssiger, zugänglicher und übersichtlicher zu gestalten.
In diesem Zusammenhang wird das Velofahren zu einem roten Faden der Region, der Sport, Mobilität, Tourismus und Entdeckung miteinander verbindet.