Kampf gegen die Energieknappheit
Die Energiesituation in der Schweiz ist besorgniserregend und das Land könnte zum ersten Mal mit einer Energieknappheit konfrontiert werden, wenn nicht Massnahmen ergriffen werden und zwar sowohl von den Privatpersonen als auch von den Unternehmen und der Öffentlichkeit.
So hat Crans-Montana beschlossen zu handeln. Mehrere bedeutende Massnahmen wurden von den Behörden für den kommenden Winter entschieden:
Gemeindestrassen und Wohngebiete werden zwischen 23.00h und 05.30h nicht mehr beleuchtet. Nur in Gebieten, die bereits über modernisierte Anlagen verfügen, insbesondere Bewegungssensoren, wird die Beleuchtung eingeschaltet, wenn ein Fahrzeug vorbeifährt bzw. eine Person durchläuft. Die Gemeinden Crans-Montana und Lens haben in den letzten Jahren einiges in diese Bereiche investiert, um sich mit Geräten der neusten Generation auszustatten. Aus Sicherheitsgründen bleiben die Kantonsstrassen und die Zentren auch nach diesen Zeiten beleuchtet. Nachtschwärmern wird daher dringend empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen, wenn sie sich in den unbeleuchteten Strassen bewegen.
Die bisherige Beleuchtung der Kirchen, öffentlichen Gebäude, Statuen und anderen Skulpturen wird vollständig ausgeschaltet.
Die Anzahl der beleuchteten Stellen und die Dauer der Beleuchtung werden in diesem Winter stark reduziert. Zum einen werden nur die Zentren „geschmückt“ und die Anzahl der beleuchteten Orte dort wird halbiert. Andererseits wird die Weihnachtsbeleuchtung nur an den Wochenenden im Dezember und dann vom 20. Dezember 2022 bis zum 8. Januar 2023 jeden Abend zu den gleichen Zeiten wie die Strassenbeleuchtung eingeschaltet. Darüber hinaus verzichtet Crans-Montana auf das Riesenrad des Festivals Etoile Bella Lui sowie auf die Lichterketten in den Hauptstrassen. Beleuchtete Tannenbäume wie auch punktuelle Projektionen sind jedoch vorgesehen.
Da die Ycoor-Eisbahn ein wichtiges touristisches Angebot der Destination ist, wird das Eiszentrum auch in diesem Winter offen sein. Es wurde jedoch beschlossen, mit der Eisproduktion erst bei angemessenen Temperaturen zu beginnen, um die energetischen Auswirkungen so tief wie möglich zu halten. Übrigens wird bereits seit mehreren Jahren die Energiebilanz der Ycoor-Eisbahn optimiert, da die bei der Eisproduktion entstehende Wärme von der Fernwärme genutzt wird.
Die Walliser Gemeinden haben eine Energie-Taskforce gegründet, die eine Reihe von Massnahmen zur Bekämpfung der Energieknappheit herausgegeben hat: Raumheizung, (Warm)Wassermanagement, Beleuchtung von historischen Gebäuden, Weihnachtsbeleuchtung, öffentliche Beleuchtung und Anweisungen für die Mitarbeiter. So wurden alle Bereiche überprüft, um den Energieverbrauch konkret um 10 bis 40% zu senken! Diese Massnahmen werden von den drei Gemeinden der Destination Crans-Montana sowie von allen öffentlichen Gebäuden wie der interkommunalen Bibliothek, den Schulen, dem Kongresszentrum, den Tourismusbüros etc. strikt umgesetzt.
Um die Energieeinsparungen insgesamt zu maximieren, hat sich die Destination verpflichtet, ihre Unternehmen, Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch ihre Gäste im Allgemeinen bestens zu informieren und zu begleiten. Alle touristischen Partner der Destination wurden aufgefordert, ihre Schaufensterbeleuchtung ebenfalls abzuschalten und den Empfehlungen der Taskforce zu folgen. Die Immobilienverwaltungen und ihre Abwarte wurden kontaktiert, um diese Informationen an die Zweitwohnungsbesitzer weiterzuleiten. Auch die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf die Problematik aufmerksam gemacht. Darüber hinaus sind auf dieser Website alle Informationen und Dokumente zur Bekämpfung der Energieknappheit zusammengefasst.