24 Juni 2026
8:15 Uhr: Der Ferienort erwacht langsam zum Leben. Sie steigen in die Violettes-Gondeln und fahren anschliessend mit dem Funitel weiter. Innerhalb weniger Minuten verändert sich die Landschaft.
Auf fast 3’000 m ü. M. erstreckt sich die Plaine Morte, rau und still. Die Luft ist frischer, das Licht greller. Sie rücken Ihren Helm zurecht, werfen einen letzten Blick auf den Gletscher … und schon geht es los.
Ein anspruchsvoller erster Streckenabschnitt
Schon auf den ersten Metern gibt das Gelände den Ton an. Technisch anspruchsvoll, felsig und teilweise uneben verlangt es Präzision und Einsatzbereitschaft.
Die Strecke führt um den Lac de Huiton herum, überquert den Col des Gendarmes und steigt dann zum Col du Pochet hinauf. Eine Abfolge von Passagen, die den Rhythmus unterbricht und daran erinnert, dass man sich im Hochgebirge befindet.
Eine lange, eindrucksvolle Abfahrt
Bevor es weiter auf der Strecke geht, bietet die Cabane des Violettes eine willkommene Möglichkeit zum Einkehren, um kurz durchzuatmen und neue Energie zu tanken. Nach einem letzten Anstieg zum Petit Bonvin kommt die Abfahrt so richtig in Schwung.
Das Tièche-Tal öffnet sich nach und nach: Wasserfälle, Felsen, Wälder. Das Gelände wird flüssiger, ohne jemals einfach zu werden. Wurzeln, Steine, enge Kurven – Konzentration ist weiterhin gefragt.
Die Strecke führt dann weiter nach Cordona, Venthône und schliesslich nach Siders, dem Endpunkt einer Route, die insgesamt fast 3'000 Abfahrtshöhenmeter umfasst.
Eine Strecke mit vielen Facetten
Innerhalb weniger Stunden durchquert die Route sehr kontrastreiche Landschaften. Man verlässt die karge, gletschergeprägte Landschaft der Plaine Morte und gelangt zu Alpen, offenen Tälern und schliesslich zu dichteren Wäldern, bevor man das Rhonetal erreicht. Dieser natürliche Verlauf verleiht der Strecke ihre ganze Faszination.
Eine einfache und bequeme Rückfahrt
Sobald Sie in Siders angekommen sind, erleichtert die Standseilbahn Siders – Crans-Montana, in der Sie Ihr Velo mitnehmen können, die Rückfahrt.
Ein echtes Plus nach einer langen Abfahrt: Sie gelangen bequem zurück zum Ferienort, ohne in die Pedale treten zu müssen.



Einige Abschnitte, die bei der Enduro World Series befahren werden, unterstreichen den anspruchsvollen Charakter der Strecke.
Auf einer Höhenroute wie der Plaine Morte Bike geht das Erlebnis Hand in Hand mit dem Respekt vor der Natur. Indem man auf den markierten Wegen bleibt, die Geschwindigkeit anpasst, Absperrungen wieder schliesst, die anderen Menschen respektiert und das Befahren sensibler Gebiete vermeidet, trägt man dazu bei, das zu bewahren, was die Stärke dieser Strecke ausmacht: eine lebendige, empfindliche und gemeinsam genutzte Bergwelt. Hier hat jeder Rider eine Rolle zu spielen, damit die Strecke für diejenigen, die nachkommen, unversehrt bleibt.


Plaine Morte Bike ist eine aussergewöhnliche Strecke, die man sorgfältig vorbereitet und intensiv erlebt. Bevor man losfährt, sollte man einige Punkte beachten, um das Erlebnis in vollen Zügen geniessen zu können.


Plaine Morte Bike ist weit mehr als nur eine Linie auf einer Karte: Es ist eine Alpenüberquerung in ihrer ganzen Pracht. Man startet in den rauen Landschaften der Plaine Morte, streift an der steinernen Welt des Gletschers vorbei und gelangt dann allmählich zu den Alpen, den Wäldern und der Rhone-Ebene.
Eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Route, die ebenso viel Beherrschung erfordert, wie sie Emotionen bietet.
Im Ziel erinnern sich die Beine an die fast 3'000 Höhenmeter Abfahrt. Doch was vor allem bleibt, ist die Intensität einer einzigartigen Strecke: ein echtes alpines Highlight, wie geschaffen für Biker auf der Suche nach Grösse und Abenteuer.